Tätigkeitsprogramm 2026
Tätigkeitsprogramm für 2026
Alle Spendengelder fließen in die nachstehenden Projekte, wobei der Spender sich das Projekt aussuchen kann und für diese im Dezember eine Abrechnung erhält. Die stetige Betreuung der Mitglieder, das Schreiben der Spendenquittungen und der Dankesbriefe sind eine Konstante.
Das laufende Jahr 2026 wird stark von folgenden Themen geprägt sein:
- Kleine Erweiterungen des Projektes „Bau einer Schule – eine Hilfe zur Selbsthilfe“ in Dar es Salaam/Tansania:
Die Zusammenarbeit mit PA1-Together for Africa (Präsidentin Julia Lantschner aus Steinegg) läuft weiter. Julia Lantschner hat in Dar es Salaam/Tanzania ein „Hilfe-zur-Selbsthilfe-Programm“ entwickelt, in dem sie Frauen (Zusammenarbeit mit einem örtlichen Waisenhaus und einer Aufnahmestätte für Straßenkinder, sowie der Caritas von Dar es Salaam) eine Ausbildung bietet. 2019 hat Julia Lantschner eine Schule gegründet, in der mehrere Fächer wie Nähen, Stoffe färben, Batik, Buchhaltung, Tierhaltung, Hühnerzucht, Englisch, Gartenbau, Kochen/Catering/Service unterrichtet werden. Die Gespräche zu wichtigen „alltäglichen“ Themen (Schwangerschaft, Gewalt, Verhütung, Selbständigkeit, Kindererziehung, …) laufen parallel weiter. Dieses Projekt hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Der Umzug in das neue Zentrum wurde im Februar 2024 vollzogen. Die Sicherheitsumgrenzungsmauer wurde inzwischen fertiggestellt. Die Lehrer und Schüler fühlen sich sehr wohl!
Julia Lantschner benötigt eine Hilfe für verschiedene kleinere Umbauarbeiten. Eine kleine Solaranlage für Strom wird angedacht.
„Servus“e.O. wird dies übernehmen; auch wird der Verein mindestens 5 Patenschaften übernehmen.
- Betreuung von 25 Personen durch das Projekt „Eine warme Mahlzeit am Tag für Bedürftige in Iloilo auf den Philippinen“. Das Projekt, im April 2022 mit 17 Personen gestartet, funktioniert sehr gut und wird 2026 mit 25 Personen fortgeführt.
- Essenausgabe für Grundschulkinder in Kenia: Die St. Clare Catholic School Kailer ist eine Schule der Franziskaner-Missionare von St. Joseph (FMSJ) (Mill Hill) im Dorf Kailer in der Stadt Marigat - Bezirk Baringo - Region Rift Valley/Kenia.
Es geht hierbei darum, 160 Kindern, welche einen Fußweg von 2 Stunden zur Schule zu bewältigen haben, eine warme Mahlzeit zu Verfügung zu stellen;
diese besteht hauptsächlich aus dem heimischen Brei (Maismehl mit Hirse oder Srghum) oder Reis mit Bohnen oder Greenrams und sauberem Wasser. Zubereitet wird das Essen von einer Mutter, die den Kostenbeitrag der Eltern für die Schule nicht zahlen kann. Gegessen wird im Freien, bei Regen in den Klassenzimmern. Der Einkauf der Lebensmittel wird von Schwester Christabel übernommen, da sie die besten Kontakte zum Markt hat und somit auch die besten Einkaufspreise erzielen kann.
Die Kosten pro Mahlzeit betragen ca 62 Cent. Der Elternbeitrag pro Kind für ein Trimester beträgt für den Kindergarten € 9,50.-, für die Klassen 1-3 € 13,88.- und für die Klassen 4-6 € 14,61.-. Die Jahrgänge 7+8 beginnen erst.
Der Kostenbeitrag von Servus wird auf das offizielle Konto der Schule überwiesen. Dieses wiederum wird vom Orden der Schwestern kontrolliert – Schwester Christabel gibt jährlich dem Orden einen Rechenschaftsbericht über die Ausgaben, die von diesem Konto aus getätigt werden. Auch ist sie mit Rechnungslegung und Berichten Servus gegenüber verantwortlich.
- Projekt Regenwassertanks mit Pater Tus in Flores/Indonesien: Hierbei handelt es sich um die Finanzierung von Wassertanks, um das Regenwasser in der Regenzeit zu sammeln. Mit diesem Wasser können dann in der Trockenzeit die Felder bewässert werden. Dies ermöglicht den Familien, auf der Insel zu bleiben, anstatt auszuwandern um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es geht um 100 Familien, die diese Tanks benötigen. Pater Tus war im Juli vor Ort und hat alles Organisatorische in die Wege geleitet. Voraussetzung, diesen Tank zu erhalten, ist die Mitarbeit der Familien: Beim Gießen des Fundaments und dem Aufsetzen und Anschließen des Tanks mussten die Familien jeweils selbst mitarbeiten.
- Renovierung der Grundschule auf Flores/Indonesien: Die bereits bestehende Grundschule ist im Moment in einem desolaten Zustand, weshalb „Servus“ die Kosten der Renovierungsarbeiten übernommen hat.
- Schulgelder für bedürftige Kinder in Witu/Kenia: Hierbei handelt es sich um die Übernahme von Schulgeldern für Kinder, deren Familien diese nicht bezahlen können. Um die Eltern nicht aus der Verantwortung zu nehmen, werden von den 3 Semestern aber nur 2 übernommen. Das dritte Semester müssen sie, wenn irgendwie möglich, selbst übernehmen. Es werden im Moment 22 Kinder und Jugendliche unterstützt.
- Finanzierung eines einwöchigen Meeraufenthaltes eines Bewohners des Jesuheimes, der sich diesen Urlaub sehr wünscht und auch für seine Gesundheit nötig hat, ihn sich aber nicht leisten kann.
- Für spontane Hilfsaktionen (wie die Brand-Hilfe auf den Philippinen, das Rollstuhlprojekt in Nigeria) versuchen wir immer Mittel zur Verfügung zu haben, damit wir bei Bedarf schnell reagieren können.
- 5 Promille: im März bittet der Verein Mitglieder, Freunde und Bekannte um die Zuweisung der 5 Promille in der Steuererklärung.
- Ansuchen um das Siegel „Sicher Spenden“ wird wieder eingereicht.
- Ausarbeitung einer neuen Informationsbroschüre des Vereines.
- Planung einer Benefizveranstaltung.
Die Anzahl der 2026 erwarteten betreuten Personen:
- Durch die Kooperation mit Pa1-Together in Tansania werden im Jahr 40 junge Frauen durch Berufsausbildung unterstützt. Zusätzlich werden 5 Lehrer und ein Gärtner (auch Lehrer) im Projekt beschäftigt.
- Mit der Essensausgabe auf den Philippinen werden 25 Menschen ein Jahr lang eine warme Mahlzeit am Tag bekommen. 3 Menschen wird Arbeit gegeben.
- Insel Flores: hier werden rund 100 Familien (Durchschnitt 6 Personen) mit Regenwassertanks versorgt. Insgesamt rechnen wir somit mit 600 Menschen, die vom Projekt profitieren.
- Renovierung der Grundschule auf Flores: hier werden rund 150 Kinder betreut.
- Projekt Essensausgabe in Kenia: hierbei bekommen 160 Kinder eine warme Mahlzeit.
- Über P. Tony auf den Philippinen wurden in den vergangenen Jahren immer spontane Aktionen unterstützt (z.B. Kauf von Schulmaterialien für Kinder), sodass wir heuer auch damit rechnen. Mindestens 200 Menschen.
Insgesamt rechnen wir mit unseren Aktionen rund 1.200 bedürftige Menschen unterstützen zu können, da erfahrungsgemäß zu den fix geplanten „Projekten“ immer spontane Projekte dazu kommen.
Mag. Gitti Erckert Kuntner
(Präsidentin)
Bozen, April 2026










